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Alle zwei Jahre findet an der Buschei-Grundschule eine Aufführung des Theaterstücks „Mein Körper gehört mir“ von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück für die 3. und 4. Schuljahre statt.
Im Vordergrund des Präventionsprojektes „Mein Körper gehört mir“ steht eine interaktive Theateraufführung. In kindgerechter Weise werden die Schüler an die Thematik „Sexuelle Gewalt“ und Schutzmöglichkeiten herangeführt.
Vor Beginn des Projektes findet eine Informationsveranstaltung für Eltern und Lehrkräfte mit der Vorstellung von „Mein Körper gehört mir“ statt.

Die Form

Das Projekt läuft in der Form ab, dass die Theatergruppe für mehrere Tage an unsere Schule kommt und in einem zur Verfügung gestellten Klassenraum für die einzelnen Klassen des 3. und 4. Jahrgangs das Theaterstück aufführt.
Hierbei werden leichtverständliche Alltagsszenen dargestellt, die die Kinder zu Rollenspielen, Fragen und Gesprächen anregen und zur Mitgestaltung, Analyse und zu Kommentaren auffordern. Das Stück ist nach  kontinuierlichen Steigerung der Problemhärte in drei aufeinander aufbauenden, einander vertiefenden Teilen, die je eine Nachbereitung und Vertiefung der Inhalte durch die TheaterpädagogInnen im Normalunterricht erfordern, aufgebaut. Die Schlüsselszenen werden in mehreren Varianten gezeigt, mit negativem wie positivem Ausgang. Die Atmosphäre ist vertrauenweckend - und so ernst wie humorvoll. Das Lernen erfolgt spielerisch – und dennoch tiefgründig!

Der Inhalt

Ein Mädchen bürstet einem Jungen das Haar. Anfangs findet der Junge das angenehm. Doch dann wird das Bürsten schmerzhaft hart, und schließlich sagt der Junge: „Nein!"
Szenenwechsel: Ein Mädchen sitzt in einem Schulbus. Ein fremder Mann setzt sich zu ihm und legt ihm den Arm um die Schulter. Das Mädchen wagt zunächst nicht, sich zu wehren. Doch als sie es tut, fühlt sie sich rasch wieder gut.
Es geht um Kraft, Energie, Mut und Zivilcourage, um Liebe, um Macht und um Vertrauen. Es geht um einen Exhibitionisten. Es geht um einen Gewalttäter, der ein Mädchen in eine entlegene Ecke des Stadtparks lockt. Es geht um einen Zwangsinzest zwischen Onkel und Neffe.

Illustrationen einer bitteren Erkenntnis:
Jedes dritte Mädchen und jeder neunte Junge wird vor seinem 16. Lebensjahr Opfer sexueller Übergriffe. Und durchschnittlich neun Mal muss jedes Opfer um Hilfe bitten, bis es einen Menschen findet, der ihm glaubt!

Das Lernziel

Mahnungen wie „Geh nicht mit Fremden!" richten das Schuldempfinden des Kindes auf sich selbst. Das Programm zeigt, wie falsch diese Strategie ist: Bei sexueller Gewalt trägt die Schuld nie auch das Opfer, sondern immer nur der Täter. Die SchülerInnen lernen, dass ihr Körper ihr persönliches Eigentum ist, für das sie Mitverantwortung tragen. Das Programm stärkt ihr Ich, ihr Selbstvertrauen, ihre Bereitschaft zur Abwehr von Übergriffen und zur Suche nach der Hilfe Dritter. Es hilft den Mädchen und Jungen, Ja- und Nein-Gefühle zu unterscheiden und die Regeln zu lernen, Gefahrensituationen vorzubeugen. Das Programm hilft, das Schweigen zu brechen, dass den Täter schützt und das Opfer isoliert.

Der Körpersong

Es gibt zu dem Theaterstück ein Lied und es macht wirklich Spaß, es zu singen. Es geht darin um unsere Körper. Um das, was sie mögen. Und um das, was sie nicht mögen. Darum, dass du ruhig „Nein!" sagen darfst, wenn jemand etwas von dir will, das du nicht möchtest.
Möchtest du mitsingen?
Dann klick’ doch einfach auf die Noten! für Song2

Hotlines für Betroffene

Für Kinder und Jugendliche:

0800 - 111 0 333
Nummer gegen Kummer e.V.

Für Eltern:

0800 - 111 0 550
Nummer gegen Kummer e.V.
 

Telefon 02
theater

N.I.N.A.-Projekt:

01805 - 12 34 65
Bundesverein zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen e.V.

Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist eine dunkle Facette menschlichen Zusammenlebens. Leider wird er für viele Mädchen und Jungen zur Realität. Die körperlichen und seelischen Schäden, die sie erleiden, zeichnen diese Kinder ein Leben lang.

Nur wenn wir versuchen, breite Bevölkerungskreise für die Folgen von Gewalt an Kindern zu sensibilisieren, haben die Opfer eine Chance, dem Kreislauf der Bedrängnis zu entkommen.

Möchtest du mehr über den Veranstalter, die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück erfahren, klicke hier!

Theaterpädagogische Werkstatt1